Deutschland braucht ernsthafte Millionär- und Erbschaftssteuer

Deutlich mehr als bisher angenommen, wird in Deutschland vererbt. Laut einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung beläuft sich die jährliche Summe auf rund 400 Milliarden Euro. Da die obersten zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland knapp zwei Drittel des Nettovermögens besitzen, handelt es sich beim übergroßen Teil dieser Summe nicht um „normale“ Erbschaften, wie das Häuschen der Oma. Stattdessen werden kaum vorstellbare Riesen-Beträge mit kaum oder nur geringer steuerlicher Belastung weitergegeben. Das ist nicht nur ungerecht, sondern völlig entgegen dem viel beschworenen Grundsatz, dass sich Leistung lohnen soll. Deutschland braucht deshalb endlich eine Millionär- und Erbschaftsteuer, die diesen Namen verdient – statt immer mehr privater Reichtum bei zugleich wachsender öffentlicher Armut.

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