Studie zur sozialen Ungleichheit

Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen genauso viel Vermögen wie die Hälfte der Weltbevölkerung, also 3,6 Milliarden Menschen. Und als ob dieses irrsinnige Ungleichgewicht nicht schon genug wäre: Laut Oxfam hat die arme Hälfte der Weltbevölkerung in den letzten fünf Jahren sogar noch 41 Prozent ihres Vermögens, rund 1 Billionen US-Dollar, verloren. Im angefügten Video (siehe unten) erklären der als „Mr. DAX“ bekannte Börsenexperte Dirk Müller und Ernst Prost, Geschäftsführer von Liqui Moly, weshalb dieser Vorgang in unserem Finanzsystem völlig natürlich ist und was diese Entwicklung für die Zukunft bedeutet. Außerdem geben Sie noch viele interessante Informationen zu unserem Geldsystem und berichten von „Schweinereien der Finanzmafia“.

„In gleichem Maße, wie diese Umverteilung von unten nach oben anhält, werden Menschen weiter aus Armut und vor Hunger fliehen. Die rücksichtslose Plünderung der Ressourcen in den Ländern des Südens muss gestoppt werden. Superreiche und Konzerne müssen endlich angemessen zur Finanzierung unserer Gesellschaft herangezogen werden.“, so Dietmar Bartsch, der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag. In diesem Zusammenhang kann man sich auch Artikel 14, Absatz 2 des Grundgesetzes zu Gemüte führen: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen”. Absatz 3 des gleichen Artikels stammt ebenso von den Vätern der Bundesrepublik, ist keine sozialistische Erfindung.

Ein Gedanke zu „Studie zur sozialen Ungleichheit“

  1. Spaltung in arm und reich hat auch in Deutschland deutlich zugenommen. Waren es in der letzten Woche die Zahlen von „Oxfam“ zur weltweiten Vermögensungleichheit, sind es in dieser Woche die Zahlen zur Vermögensverteilung in Deutschland, die für Empörung sorgen: Verfügten die oberen 10 Prozent der Haushalte in Deutschland im Jahr 1998 über 45,1 Prozent des Nettovermögens, waren es im Jahr 2013 bereits 51,9 Prozent. Die unteren 50 Prozent der Haushalte verfügten im Jahr 1998 hingegen nur über 2,9 Prozent des Nettovermögens, dieser Anteil sank bis zum Jahr 2013 auf 1 Prozent.

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